Nachrichten aus Hassfurt

Stattbahnhof Schweinfurt

Radio Z Nürnberg

Aktuelle Informationen der alternativen Bewegung in Schweinfurt, Hassfurt und Bamberg

 
 

NetzreporterInnen gesucht !!

 

Uns geht hier zu viel durch die Lappen..... Wir suchen dringend NetzreporterInnen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Ausserdem gerät unser Projekt an die finanzielle Grenze. Wer uns gut findet, soll uns unterstützen. Mehr dazu findet Ihr hier.

 

 

 Ausverkauf der WVV an E.ON geplant?

 

ATTAC Würzburg lehnt Privatisierung strikt ab und fordert Politik des
sozialen Ausgleichs

 

Mit Sorge betrachtet die Würzburger Regionalgruppe des globalisierungskritischen Netzwerks ATTAC die Bestellung von zwei neuen Geschäftsführern für die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) durch den WVV-Aufsichtsrat und Oberbürgermeisterin Pia Beckmann (CSU). ATTAC Würzburg kritisiert dabei zum einen die überflüssigen Mehrausgaben von 200.000 Euro, die von den Würzburger Verbrauchern aufgebracht werden müssen, deren Gaspreise erst vor 18 Monaten deutlich erhöht wurden. ATTAC-Sprecher Michael Kraus fügt hinzu: "Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen zu vernehmen ist, sollen die beiden Manager Kontakte zum Energie-Großkonzern E.ON haben. Dies könnte der erste Schritt zu einem gnadenlosen Ausverkauf aller profitablen Teile der WVV an den auswärtigenMulti E.ON sein."

 

Seit Jahren haben die neoliberale Steuerpolitik von Union und FDP sowie von SPD und Bündnis '90/Die Grünen den Staatshaushalt zugunsten von Großkonzernen und Vermögenden geplündert. Dadurch seien die Kommunen ihrer Einnahmen und damit auch ihrer Handlungsfähigkeit beraubt worden. Kraus klagt an: "Insbesondere Würzburg ist vom Einbruch der Gewerbe- und der Körperschaftssteuer stark betroffen." Nun solle mit Verweis auf die selbst geschaffenen leeren Kassen das städtische Tafelsilber verscherbelt werden. Der ATTAC-Sprecher warnt: "Mit dem Verkauf der profitablen Teile der WVV würde der Stadtrat jeden Handlungsspielraum verlieren. Die WVV gehört zudem allen Bürgerinnen und Bürgern, schließlich wurde sie mit deren Geld aufgebaut. Das lateinische Wort Privatisierung heißt auf deutsch: Beraubung der Allgemeinheit!"

 

Darüber hinaus stellten Dienstleistungen wie etwa die Wasserversorgung ein natürliches Monopol dar. Überall, wo bisher die Wasserversorgung privatisiert wurde, verschlechterte sich die Qualität, wurde Lohndumping betrieben und stiegen die Preise enorm an. Der ATTAC-Sprecher betont: "Das deutsche Grundgesetz schreibt als Wirtschaftsform die dem Gemeinwohl verpflichtete Soziale Marktwirtschaft vor. Private Monopole sind damit nicht verträglich!" Er gibt außerdem zu bedenken, dass ein Großkonzern wie E.ON sicher nur die Filetstücke der WVV übernehmen wolle. So blieben der Stadt die Kostenträger wie etwa der Öffentliche Personennahverkehr, der ohne die Quersubventionen aus dem Gas- und Strombereich drastisch ausgedünnt werden müsste. Kraus resümiert: "ATTAC lehnt den Ausverkauf der WVV an E.ON strikt ab und fordert den Stadtrat zur einer Politik des sozialen Ausgleichs und der ökologischen Nachhaltigkeit auf!"

 

Quelle: attac Würzburg, Michael Kraus

 

zurück

 

                 

Impressum  |  Kontakt  |