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Schöner
Leben ohne Nazis - Demonstration in Aschaffenburg
Die
rechtsextreme Szene in Unterfranken fühlt sich im
Aufwind. Neue und alte Strukturen konnten auf- und
ausgebaut werden. In der Gabelsberger Straße in
Aschaffenburg eröffnete der NPD-Funktionär Oliver
Merget aus Mainaschaff die Kneipe "Zum
Wikinger". Die Kneipe dient als Anlaufpunkt für
Neonazis aus der gesamten Region. Weiterhin bieten das
Ladengeschäft "Old School Shop" in
Mespelbrunn und der Internetversand "Last Resort
Store" aus Bessenbach ihren neonazistischen
Lifestyle an, berichten antifaschistische Gruppen aus
Unterfranken. Diesen Entwicklungen gilt es vielfältig
und entschlossen entgegenzutreten meint die Kampagne
"Schöner Leben ohne Nazis" des Bündnisses
antifaschistischer Gruppen in Süd-Hessen, die auch in
Miltenberg und Umgebung mit verschiedenen Aktionen aktiv
ist. Die nächste Station der Kampagne ist die
Demonstration unter dem gleichnamigen Motto am 03.12.05
in Aschaffenburg.
Die
Proteste richten sich insbesondere gegen die im Sommer
2005 eröffnete Kneipe "zum Wikinger" des
NPD-Funktionärs Oliver Merget. Nachdem die regionale
Presse über die Hintergründe der Kneipe berichtete und
vermehrt Flugzettel, die sich inhaltlich mit der Kneipe
auseinandersetzen verteilt wurden, gehen die Nazis in
die Offensive. Am Vorabend sowie am Tag der
Demonstration ruft Merget zu einer
"Walhalla-Party" auf. Es ist daher damit zu
rechnen das sich am Tag der Demonstration viele Nazis in
Aschaffenburg aufhalten. Da sich in letzter Beschwerden
und Übergriffe im Zusammenhang mit der Kneipe
vermehren, hat die Debatte nun auch Einzug in den
Aschaffenburger Stadtrat gehalten. Das örtliche
"Bündnis gegen Rechts Aschaffenburg", das
sich aus einem breiten Spektrum linker und
demokratischer Gruppen zusammensetzt, schätzt derzeit
die Chancen auf die Schließung der Kneipe als sehr hoch
ein. Die Demonstration beginnt am 03.12.2005 am
Busbahnhof, Hauptbahnhof.
Antifa-Termine
in Würzburg:
Eine
Filmvorführung "Rechts, links, links, rechts - Tod
oder Leben" gibt´s am Dienstag, 22. November 2005
um 19:30 Uhr in der Volkshochschule, Münzstraße 1 in Würzburg.
Veranstalter ist das Würzburger Friedensbündnis. Zum
Film: Kaum sind sie in Deutschland, können die sich ein
Haus kaufen und den fetten Luxuswagen": Derartige
Vorurteile gegenüber Ausländer sind weit verbreitet.
Der Film der IG Metall-Jugend Rosenheim fragt: Warum
haben wir Angst, statt mit Freude und Selbstbewusstsein
andere Kulturen kennen zu lernen? Lernen aus der
Geschichte: Am 1. April 1933 hängten Nazis über die
Traunsteiner Einfahrt zum Stadtplatz ein Transparent:
"Kauft nicht bei Juden, er vertreibt dich Bauer von
Haus und Hof." Viele nahmen 1933 die NSDAP nicht
ernst. 12 Jahre später waren 55 Millionen Menschen
verfolgt, gepeinigt und auf schlimmste Weise ermordet
worden. Niemand von der siebenköpfigen jüdischen
Familie Holzer überlebte. Nur Zivilcourage hilft: In
dem Film setzen junge Metaller die Vergangenheit in
Beziehung zur Gegenwart. Es gibt kein Patentrezept gegen
Rechtsextremismus. Das einzige Gegenmittel ist der Mut
jedes einzelnen. Wir dürfen die Augen vor rechtem
Treiben nicht verschließen oder Intoleranz akzeptieren.
Wir sind viele und können miteinander für Toleranz und
Demokratie eintreten.
Am Mittwoch, den 23. November 2005, findet um 19:30 Uhr
unter dem Titel: "Ich bin einer der
Letzten" ein Zeitzeugengespräch mit Franz
Rosenbach, Sinto und Auschwitzüberlebender statt. Der
Eintritt ist frei. Veranstalter ist die Volkshochschule
in der Münzstraße 1 in Würzburg.
Quelle:
adip, Michael Kraus, nah

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