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Nazis
stoppen!
Für
eine Welt ohne Schranken und Klassen
Am
16. März 1945 wurde Würzburg durch Bomben zerstört.
Das Ende des Terrorregimes der Nazis ging mit der fast völligen
Zerstörung der Stadt einher. Tausende Zivilisten
starben. Unerträglich ist, dass Anhänger der
NS-Diktatur heuchlerisch die Trauer um die Toten für
die Verbreitung eben dieser verbrecherischen Ideologie
instrumentalisieren. Auch das Naziregime setzte den
Bombenkrieg systematisch gegen die Zivilbevölkerung,
z.B. in Rotterdam und Coventry, ein. Seit
Jahren ruft die NPD an diesem Gedenktag zu
Demonstrationen in Würzburg auf. Die rechte Szene will
Würzburg, wie Dresden, zu ihrem Wallfahrtsort machen.
Historisches Gedenken wird durch Neonazis für ihre
menschenverachtenden Ziele missbraucht. Das Friedensbündnis
ruft die Würzburger Bevölkerung auf, sich am 18. März
an der Demonstration und Kundgebung gegen die NPD zu
beteiligen.
Gemeinsam
wollen wir den Rechtsextremisten zeigen, dass ihr
Treiben weder hier noch anderswo geduldet wird. Seit
einigen Jahren versuchen Rechtsradikale in den
Landkreisen Würzburg, Kitzingen, Main-Spessart und
Schweinfurt erfolgreich eigene Strukturen aufzubauen.
Bei jeder Wahl erhält die NPD in der Region, aber auch
in Würzburg, mehr Stimmen. Gerade bei jungen Leuten
gewinnen die Neonazis Anhänger. Rechte Übergriffe auf
Andersdenkende und Andersaussehende nehmen deutlich zu.
Um so wichtiger ist es am 18. März in Würzburg ein
klares Zeichen gegen braune Umtriebe zu setzen.
Die
Politik hat das Tabu "von deutschem Boden darf nie
wieder Krieg ausgehen" bereits lange gebrochen.
Krieg wird wieder als Politik mit anderen Mitteln
verstanden. Die menschenverachtende Militärstrategie
des Flächenbombardements ziviler Ziele wurde bei den
Angriffskriegen im Kosovo, Afghanistan und im Irak
erneut eingesetzt. Diese Kriege wurden mit Beteiligung
bzw. Unterstützung auch der deutschen Regierung geführt.
Medial wird der Angriff auf den Iran bereits
vorbereitet.
Die
Bundeswehr wird für den weltweiten Kampfeinsatz gerüstet.
Als Argument schiebt man den "Kampf gegen den
internationalen Terrorismus" vor. Aber auch nach
Innen nutzt man dieses Argument um immer mehr
grundgesetzliche Freiheiten und Bürgerrechte zu
beschneiden. Frieden ist ein hohes Gut, um das wir
streiten wollen. Es bedarf einer Wende im politischen
Grundverständnis. Solidarität, Frieden und Demokratie
müssen die Grundwerte unserer Gesellschaft werden. Der
Schwur der KZ-Überlebenden von Buchenwald ist nach wie
vor unsere Aufgabe: "Die Vernichtung des Nazismus
mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer
neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser
Ziel."
Quelle:
G. Kehrer
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