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Samstag, 18. März 2006 Auftakt: 11:30 Uhr - Geschwister-Scholl-Platz Demonstration: 12:00 Uhr Kundgebung: ca. 13:30 Uhr - Stadttheater Würzburg Infotelefon: 0160 / 910 410 80 (bis 17.3.06)

 

Nazis stoppen!

Für eine Welt ohne Schranken und Klassen

 

 

Am 16. März 1945 wurde Würzburg durch Bomben zerstört. Das Ende des Terrorregimes der Nazis ging mit der fast völligen Zerstörung der Stadt einher. Tausende Zivilisten starben. Unerträglich ist, dass Anhänger der NS-Diktatur heuchlerisch die Trauer um die Toten für die Verbreitung eben dieser verbrecherischen Ideologie instrumentalisieren. Auch das Naziregime setzte den Bombenkrieg systematisch gegen die Zivilbevölkerung, z.B. in Rotterdam und Coventry, ein. Seit Jahren ruft die NPD an diesem Gedenktag zu Demonstrationen in Würzburg auf. Die rechte Szene will Würzburg, wie Dresden, zu ihrem Wallfahrtsort machen. Historisches Gedenken wird durch Neonazis für ihre menschenverachtenden Ziele missbraucht. Das Friedensbündnis ruft die Würzburger Bevölkerung auf, sich am 18. März an der Demonstration und Kundgebung gegen die NPD zu beteiligen.

 

Gemeinsam wollen wir den Rechtsextremisten zeigen, dass ihr Treiben weder hier noch anderswo geduldet wird. Seit einigen Jahren versuchen Rechtsradikale in den Landkreisen Würzburg, Kitzingen, Main-Spessart und Schweinfurt erfolgreich eigene Strukturen aufzubauen. Bei jeder Wahl erhält die NPD in der Region, aber auch in Würzburg, mehr Stimmen. Gerade bei jungen Leuten gewinnen die Neonazis Anhänger. Rechte Übergriffe auf Andersdenkende und Andersaussehende nehmen deutlich zu. Um so wichtiger ist es am 18. März in Würzburg ein klares Zeichen gegen braune Umtriebe zu setzen.

 

Die Politik hat das Tabu "von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen" bereits lange gebrochen. Krieg wird wieder als Politik mit anderen Mitteln verstanden. Die menschenverachtende Militärstrategie des Flächenbombardements ziviler Ziele wurde bei den Angriffskriegen im Kosovo, Afghanistan und im Irak erneut eingesetzt. Diese Kriege wurden mit Beteiligung bzw. Unterstützung auch der deutschen Regierung geführt. Medial wird der Angriff auf den Iran bereits vorbereitet.

 

Die Bundeswehr wird für den weltweiten Kampfeinsatz gerüstet. Als Argument schiebt man den "Kampf gegen den internationalen Terrorismus" vor. Aber auch nach Innen nutzt man dieses Argument um immer mehr grundgesetzliche Freiheiten und Bürgerrechte zu beschneiden. Frieden ist ein hohes Gut, um das wir streiten wollen. Es bedarf einer Wende im politischen Grundverständnis. Solidarität, Frieden und Demokratie müssen die Grundwerte unserer Gesellschaft werden. Der Schwur der KZ-Überlebenden von Buchenwald ist nach wie vor unsere Aufgabe: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel."

 

Quelle: G. Kehrer

 

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