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"Sauer
Verdientes" richtig einsetzen
Geldanlageformen:
vernünftig, rentabel, sicher und verfügbar. Chancen
und Risiken herausfinden. Hausbank und alternative
Anbieter. Anlegen, investieren oder konsumieren.
Klassische Formen, steuerbegünstigte Modelle,
subventionierte Bereiche, Immobilienmarkt und graue
Zonen. Referent: Robert Metz, Unternehmensberater,
Dipl.-Bankbetriebswirt ADG; Veranstaltungsort: Haßfurt,
Landratsamt (Großer Sitzungssaal); Termin: 20.01.2005,
18:30Uhr; Anmeldung: 09521/ …, LRA Hassberge (Quelle: www.landkreis-hassberge.de)
Seit
einigen Jahren betreibt der nordbayrische Landkreis
Hassberge in Zusammenarbeit mit der IHK Würzburg-Schweinfurt
und den regionalen Kreditinstituten eine Existenzgründungsinitiative.
Im Rahmen dieser „PEP-Gründerinitiative“ bietet das
Landratsamt kostenlose bzw. für die Bürger ermäßigte
Schulungen an. Ziele sind nach eigenen Angaben nicht nur
die Gründung, sondern auch die Sicherung von Existenzen
und die Qualifizierung von gewerblichen Vorhaben. So
wurden sowohl für potentielle, als auch aktive
UnternehmerInnen bereits diverse Seminare durchgeführt.
Die Interessenten konnten u. a. in die Geheimnisse des
erfolgreichen Marketings, die Tücken des Steuerrechts,
oder auch in die korrekte Mitarbeiterführung einblicke
nehmen. Der Referent mit der gesetzlich nicht geschützten
Berufsbezeichnung Unternehmensberater, ist Absolvent der
Akademie deutscher Genossenschaften, einer u. a. mit den
Raiffeisenbanken partnerschaftlich verbundenen
Bildungseinrichtung. „Sauer verdientes richtig
einsetzen“ bildet eine konsequente Fortsetzung der
monatlich durchgeführten Veranstaltungsreihe und soll
vor allem erfolgreichen Jungunternehmern bei der Stärkung
ihrer Eigenkapitalquote helfen. Weitere
Bildungsabende zu Kommunikations- und Führungspsycholgie
(NLP), sowie zur Sicherung des Privatvermögens vor Gläubigern
werden im Sommer stattfinden.
Kommentar:
Über
Sinn und Erfolg der Existenzgründungsoffensive PEP des
Landkreises Hassberge lässt sich streiten, aber im
Vergleich zu den vergangenen Bildungsseminaren ist man
offensichtlich einen Schritt weiter gegangen, und möchte
sein Geld nicht mehr ausschließlich in das eigene
Unternehmen investieren, sondern gewinnbringend am
Kapitalmarkt anlegen. Grundsätzlich ist dagegen in
einer Marktwirtschaft nichts einzuwenden, allerdings
stellt sich die Frage ob sich dies noch mit den hehren
Zielen besagter Initiative verträgt. Denn Existenzgründer,
die mit sich dem Problem „Wohin mit meinem ganzen
Geld?“ beschäftigen müssen, sind auf eine
Steuerfinanzierte Fortbildung zu diesem Thema gewiss
nicht mehr angewiesen. Angesichts der derzeitigen
Haushaltsmisere auch im Landkreis Hassberge ist dies
auch moralisch gegenüber den abhängig Beschäftigten,
Rentnern und Sozialleistungsbeziehern kaum vertretbar.
Quelle:
Joachim Reitz
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