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Nazis in den Weg stellen

 

Gegen den angekündigten Aufmarsch von Neonazis am 14.10.2006 durch Nürnberg, bei dem von den Nazis die Revision der Urteile in den Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozessen gefordert wird, hat sich aus verschiedenen demokratischen und antifaschistischen Gruppen das Bündnis "Nazis stoppen am 14.10." gebildet. Der Aufruf des Bündnisses "Wir stellen uns quer! Keine Verherrlichung des Nationalsozialismus am 14.10. in Nürnberg! Kein Nazi-Aufmarsch durch Gostenhof!" wurde bereits von etlichen überregional bekannten Persönlichkeiten unterzeichnet. Diese Unterstützerliste umfasst KZ-Überlebende wie Esther Bejarano und Martin Löwenberg, bundesweit bekannte Politikerinnen und Politiker wie den Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag Oskar Lafontaine oder die Parteivorsitzende von Bündnis90/Die Grünen Claudia Roth und bekannte Personen aus der Gesellschaft wie die Berliner Hochschul-Professorin Birgit Rommelspacher, den Autor Roger Willemsen oder den ehemaligen Fußballspieler Rachid Azzouzi von Greuther Fürth. Das Linke Bündnis Hassberge unterstützt die Gegenaktivitäten und ruft ebenso zur Teilnahme auf.

 

Für den 14.10. sind verschiedene Aktivitäten geplant. Das Bündnis "Nazis stoppen am 14.10." ruft ab 10:30 Uhr zu einer Kundgebung vor dem historischen Gerichtsgebäude, welches vor 60 Jahren als Internationaler Militärgerichtshof diente, in der Fürther Straße auf. Bereits um 9:30 Uhr wird es dort eine öffentliche Pressekonferenz und ein Gespräch mit Zeitzeugen geben. An diesem Platz wollen sich einige Stunden später auch die Neonazis zum Auftakt ihrer Demonstration treffen. Ein breites Bündnis von antifaschistischen Gruppen, Stadteilinitiativen und Gewerbetreibenden ruft zu einer antifaschistischen Demonstration durch Nürnberg-Gostenhof auf. Diese soll um 9:30 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Plärrer beginnen und auf der Demo-Route der Nazis stattfinden. Außerdem haben verschiedene lokale Organisationen diverse Kundgebungen in der Nähe der Neonazi-Route angemeldet.

 

Das Bündnis "Nazis stoppen am 14.10." kritisiert das bisherige Verhalten der Stadt Nürnberg. Anders als Anfang August von OB Maly angekündigt, hat die Stadt Nürnberg es noch nicht versucht die Neonazi-Demonstration am 14.10. zu verbieten. Das Bündnis fordert von Maly und der Stadt Nürnberg endlich Taten statt Worte. Es muss alles versucht werden, damit die Neonazis am 14.10. nicht durch Nürnberg marschieren können. Das beinhaltet sowohl die komplette Ausschöpfung der juristischen Möglichkeiten wie auch die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger bei ihrem zivilgesellschaftlichen Engagement im Kampf gegen rechts.

 

Quelle: nah

 

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