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Narath verliert –
Rechte bei Konzert in Zeil?
Am Mittwoch, den 23. Mai
wurde ein 29-jähriger Rechtsextremist aus dem Landkreis
Hassberge zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten
wegen Volksverhetzung und der Verwendung von
verfassungsfeindlichen Kennzeichen verurteilt. Im
Prozess wurde der Angeklagte vom ehemaligen Chef der
verbotenen Wiking Jugend, Wolfram Nahrath aus Berlin
vertreten. Der Hassfurter Amtsrichter Roland Wiltschka
setzte dem bundesweit bekannten Nazianwalt und seinem
Schützling mit diesem Urteil zunächst einmal deutliche
Grenzen. Narath hatte in der Verhandlung den Versuch
unternommen, den Täter als "betrunkenen" Engel
darzustellen. Möglicherweis wird Nahrath im Auftrag
seines Klienten nun den Weg in die nächste Instanz
gehen. Unterdessen werden sich bei einem Rockkonzert der
Nachwuchsband „Guthe Freunde“ aus dem Landkreis
Hassberge, am Samstag in Zeil möglicherweise schon
wieder viele Gäste mit einer rechtsextremen Einstellung
treffen.
Die Musiker spielen Lieder
der umstrittenen Band „Böhse Onkelz“ nach. Für das
Konzert wird in verschiedenen Foren im Internet
geworben. Nach Einschätzung von Szenebeobachtern treffen
sich bei Konzerten von Coverbands der „Böhsen Onkelz“
meist Leute mit brauner Meinung. Nicht selten wird bei
solchen Konzerten an die Grenzen des Gesetzes gegangen.
Es werden dabei verbotene rechte Symbole zur Schau
getragen und Straftaten begangen, die Juristen als
Volksverhetzung bewerten. Die „Böhsen Onkelz“ behaupten
von sich selbst, sie seien keine rechte Band. Dagegen
steht die Tatsache, dass das Stück SS-Staat, ausdem Jahr
1981 (auf der Platte Kill the Hippies), als
Verherrlichung des Nationalsozialismus interpretiert
wird. Die Coverbands
der „Onkelz“ behaupten ebenfalls von sich selbst, völlig
unpolitisch zu sein und nur “Spass und Biersaufen“ im
Kopf zu haben.
Wohin das bisweilen führt,
wurde am Beispiel des verurteilten Rechtsextremisten
deutlich. Meist besoffen und mit rechter Gesinnung, ist
der Neonazi bei so mancher Gelegenheit mit Naziparolen
und „Heil Hitler“ Gepöbel auffällig geworden. Erst
kürzlich kam es bekanntlich nach einer Plattenparty in
Ermershausen im Landkreis Hassberge zu Exzessen von
rechten Jugendlichen. Der Landkreis Hassberge ist schon
länger ein regionaler Schwerpunkt in Sachen rechter
Feiern.
Ein in Oberfranken geplantes
„Rechtsrockkonzert“ wurde unterdessen abgesagt, wenn man
den Angaben des Veranstalters glaubt. Dazu wurden
mehrere hundert gewaltbereite Neonazis erwartet. Das
Konzert sollte am 26. Mai im Landkreis Lichtenfels
stattfinden. Verantwortlicher Organisator war der
NPD-Funktionär Kai Limmer aus Kronach. Das Konzert der
Rechten sollte im Gasthof „Zum Hirschen“ in Michelau/Schwürbitz
stattfinden, berichtet die Internetseite art-nb. Es war
geplant, dass folgende „Bands“ ihr zweifelhaftes
musikalisches Können zum Besten geben: „Asathor“
(Österreich) und Feldherren (München) Nordfront
(Hannover) und Frontalkraft (Cottbus). Hoffentlich
verirren sich einige der braunen Brüder am Wochenende
nun nicht zusätzlich nach Zeil am Main. Einen
freigewordenen Termin hätten die Rechten ja jetzt.
Quelle: nah
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