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Über das Schicksal von Zofia Malczyk

Am 21. März 1945, wenige Tage vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die damals 18 Jahre junge Zofia Malczyk, eine polnische Zwangsarbeitern, in der Gustav-Adolf-Straße in Schweinfurt von Nazi-Polizisten erschossen worden. Die Schweinfurter Initiative gegen das Vergessen hat zur Erinnerung an das schreckliche Schicksal der schwangeren Frau im März einen Gedenkstein enthüllt. Die polnische Botschaft schickte eigens ihre Konsulin Anita Bedys zu der Gedenkstein Einweihung. Jetzt hat die Initiative auch eine 50-seitige Broschüre veröffentlicht, die "Das kurze Leben der Zofia Malczyk" - so auch der Titel - darstellt.

 

Das Heft beinhaltet den Vortrag der Historikerin Christine Weisner (Würzburg), die anlässlich einer Feier im Rathaus vor einem Jahr den Lebensweg und das brutale Ende der aus Raszyn bei Warschau stammenden Frau nachzeichnet. Das Verfahren gegen die beiden Täter wurde 1954 wegen des damals erlassenen Straffreiheitsgesetzes eingestellt. Die Mörder kamen also mehr oder weniger ungeschoren davon. Alt-OB Kurt Petzold hat sich mit dieser Thematik beschäftigt. Seine juristische Aufarbeitung des Falles in den Jahren 1951 bis 1955 ist abgedruckt. Das Heft gibt außerdem "ergänzende Hinweise" zum Umgang der Nationalsozialisten mit den Zwangsarbeitern, nennt Zahlen und die Nutznießer. Der Botschafter der Republik Polen, Dr. Marek Prawda, hat für die Broschüre ein Gedenkwort geschrieben. In einem Lageplan wird der letzte Weg von Zofia Malczyk vom Gefängnis im heutigen Harmoniegebäude bis zum Tatort oberhalb des Leopoldina-Krankenhauses aufgeführt.

 

Zu finden ist im Heft auch ein von den damals ermittelnden Polizeibehörden nachgestelltes Foto der Ermordung und weitere aufschlussreiche Illustrationen und Dokumente. Die Broschüre, kann in Schweinfurt in der Disharmonie, oder bei der Schweinfurter "Initiative gegen das Vergessen" bezogen werden. ISBN 978-3-931909-09-3.

 

Quelle: nah

 

 

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