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NPD Treffen in
Schweinfurt gestört
Rund
50 Antifaschisten haben verschiedener Meldungen der Regionalpresse und einiger
Beiträge auf indymedia.de zu Folge, am vergangenen Samstag, den 30.06.2007,
gegen eine Zusammenkunft der unterfränkischen NPD Kreisverbände in Schweinfurt
protestiert. Dabei ist es den Gegnern der NPD anscheinend gelungen,
die Veranstaltung der Rechtsextremisten in der Gaststätte Obertor, durch
Sprechchöre und lauten Protest in deren Verlauf
beträchtlich zu stören. Die Betreiber des Restaurants waren wie es scheint nicht
darüber informiert, wen sie sich in den zur Verfügung gestellten Saal holten. In
der Berichterstattung im Internet heißt es, dass die Polizei sich defensiv
verhielt und mit vier Streifenwagen sowie zwei Zivilbeamten vor Ort war.
Dem Treffen der Rechten wohnten den Angaben auf
indymedia.de nach folgende NPD Kader aus der Region bei:
Uwe Meenen (NPD Bezirksvorsitzender in Unterfranken und
Mitglied des NPD Landesvorstandes Bayern aus Würzburg),
Jens Rüttiger (Betreiber der Internetseite „Hatecore
Crew“ aus Hohenroth), Volker Ehrenstein (NPD
Kreisvorsitzender Spessart - Untermain aus Rothenbuch),
Florian Fuchs (NPD Kreisvorsitzender Würzburg aus
Kitzingen), Matthias Bauerfeind (stellvertretender NPD
Kreisvorsitzender Spessart - Untermain aus Himmelstadt)
und Christian Barth (NPD Kreisverband Schweinfurt -
Hassberge aus Ebern) bei.
Die Antifa bewertet ihre Aktionen als sehr wirkungsvoll.
Im Internet heißt es: „Insgesamt ist der Tag für
Antifaschisten als Erfolg zu werten, da die NPD nicht
ihre geplante Tagesordnung abarbeiten konnte, unter
permanenter Kontrolle der Polizei stand und die
Veranstaltung erfolgreich durch lauten Protest gestört
wurde. Dieser Tag hat gezeigt, dass wir den Nazis ihre
Rückzugsmöglichkeiten erfolgreich nehmen können.“
Am gleichen Tag ist es in Unterfranken durch
Antifaschisten der bayernweiten Aktion „Nazis unplugged“
zu weiteren Aktivitäten gegen Rechtsextremisten
gekommen. Indymedia.de berichtet, dass Nachbarn von vier
Personen aus der rechtsextremen Szene über die Gesinnung
ihrer Mitbürger informiert wurden. Dabei soll es sich um
Falko und Sigrid Schüßler aus Karlstein bei
Aschaffenburg, Florian Fuchs aus Kitzingen, Matthias
Bauerfeind aus Himmelstadt und Kai Anders aus Niederwern
gehandelt haben.
Die Antifaschisten begründen ihre Aktion im Internet wie
folgt: „Ziel der heutigen Aktion ist es, die Neonazis
aus der Anonymität herauszureißen und zu zeigen, dass
sie eben nicht die netten Nachbarn von nebenan sind.
Leute wie diese sind verantwortlich für Gewalttaten an
Migranten, Andersdenkenden, politischen Gegnern und
allen, die dem Weltbild der Faschisten nicht
entsprechen. Neonazis haben Wohnorte, Arbeitsplätze und
Treffpunkte. Das wollen wir öffentlich machen, wir
wollen ihnen keine Freiräume und Rückzugsgebiete lassen!
Es hat sich gezeigt, dass Neonazis nur dann einen
Nährboden für ihre Ideologien finden, wenn sie ungestört
agieren können. Nehmen wir ihnen zusammen diese Ruhe!"
Quelle: nah
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