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Keine Chance für Nazis in
Oberfranken
Am vergangenen Wochenende
planten Rechtsextremisten gleich mehrere Veranstaltungen
in Oberfranken. Der "Landesparteitag" der NPD sollte am
Sonntag in Bamberg stattfinden. Höchstrichterlich wurde
den Rechten jedoch untersagt, in der Kongresshalle zu
tagen, weil die Stadt Bamberg lange vor dem Termin der
Nazis einen Tag der offenen Tür in dem Gebäude plante.
Am Samstag wollten die Rechten zudem am Bamberger
Gabelmann eine Kundgebung durchführen, auch die wurde
abgesagt. Antifaschisten sagen, dass die Nazis wohl
kalte Füße bekamen. Es war absehbar, dass höchstens eine
handvoll Rechtsextremer zu der Veranstaltung kommen
würde. Ihren Landesparteitag führte die NPD dann am
Sonntag in der kleinen oberfränkischen Ortschaft
Gremsdorf durch. Aus Gremsdorf wurden während der
Nazidiktatur nachweislich 320 Menschen mit Behinderung
deportiert und in den Vernichtungslagern oder
Versuchsanstalten der Nazis ermordet.
In Gremsdorf trafen sich die
bayerischen Nazis in der Gaststätte "Göb". Beinahe 200
Antifaschisten demonstrierten gegen die Anwesenheit der
NPD in dem Ort. Redner aus unterschiedlichen
Organisationen, wie beispielsweise der israelitischen
Kultusgemeinde forderten ein Ende des braunen Terrors in
Gremsdorf und betonten, dass die Neonazis in dem Ort
keinen Rückhalt haben. Die VVN/BdA Bamberg war mit
aktiven Mitgliedern vor Ort und sammelte rund 100
Unterschriften zur Forderung, die NPD zu verbieten. Der
Bürgermeister von Gremsdorf hat die Aktion des VVN/BdA
ebenfalls unterzeichnet.
Bereits am Samstag fand am
Gabelmann in Bamberg trotz der Absage durch die NPD eine
Kundgebung von DGB, VVN/BdA und anderen Gruppen gegen
die Neofaschisten statt. Dabei forderten die Anwesenden
dazu auf, gegen den braunen Mob zu kämpfen. Es darf in
der Stadt keinen Platz für Nazis geben, hieß es
während der Veranstaltung.
Quelle: nah
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