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Meiningen: Nazis quälen Ökobauern

Der Terror militanter Nazis ist im Meininger Umland mittlerweile alltäglich. Wie jetzt bekannt wurde, haben Rechtsextremisten in Melke, einem Ort der rund 10 km nördlich von Meiningen gelegen ist, am 19. August 2007 einen Ökobauern in der Ortschaft drangsaliert und schwer gedemütigt. Die Polizei in Südthüringen verschweigt diesen Vorfall bisher, obwohl die Ordnungshüter gegen die rechtsextremen Täter ermitteln. Nach Angaben von Antifaschisten aus der Region war der Landwirt am Morgen des 19. August 2007 auf seinem Hof zugegen, um dort Tiere zu füttern. Fünf Neonazis aus dem Ort sollen den Mann belästigt und „Heil Hitler“ gerufen haben. Die Nazis haben den Mann als "dreckige und stinkende Judensau“ bezeichnet und bedrohten den Landwirt mit den Worten: „Du linke Ratte, jetzt kriegen wir dich!“.

 

Die militanten Rechtsextremisten haben einer Pressemitteilung von Antifaschisten zu Folge ein Tier auf dem Hof des Landwirtes an diesem Tag bestialisch umgebracht und drohten weitere Tiere zu töten. Den Bauern forderten sie auf, vor ihnen nieder zu knien und sich selbst zu demütigen. Unter Androhung körperlicher Gewalt zwangen sie den Mann zu rufen: „Adolf Hitler ist der Größte.“ und "ich bin eine stinkende Judensau.“ Im Anschluss schlugen sie ihm mit einer Holzlatte auf den Kopf und fügten ihm schwere Verletzungen zu. Die Polizei  hat die Täter noch am selben Tag gefasst. Die Ordnungshüter verweigern bisher eine öffentliche Umgangsweise mit dem Vorfall, obwohl der antifaschistisch engagierte und umweltbewusste Bauer weiterhin von Rechtsextremisten bedroht wird, melden Nazigegner. In der Nacht von Freitag, dem 28. September 2007 auf Samstag, den 29.September 2007 erhielt der Landwirt einen Anruf, indem der Anrufer ankündigte: "In fünf Tagen wirst du  tot sein!" Der betroffen Bürger hat nun Angst um sein Leben, kann nicht mehr schlafen und macht sich Sorgen um seine Familie.

 

Antifaschisten in Meiningen und Umgebung solidarisieren sich mit dem bedrohten Ökobauern und fordern die Medien dazu auf, sich dem Fall anzunehmen. Stefan Müller, der der Pressesprecher der Antifaschistischen Gruppe Südthüringen (AGST) ist, sagt zu Nachrichten aus Hassfurt: „Naziterror stößt in Südthüringen nur allzu oft auf Ignoranz oder wird gar toleriert. Antifaschisten und Zivilgesellschaft müssen gegen den Terror und das Schweigen entschlossenen Widerstand leisten, forderte er.“
 

 

Quelle: nah

 

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