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Erinnerung an die
Ebelsbacher Juden
Seit einigen Jahren gedenken
die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Ebelsbach am 9.
November während einer besinnlichen Stunde an die
Pogrome des Jahres 1938. Am Stein der Erinnerung für die
Ebelsbacher Juden fanden sich auch am vergangenen
Sonntag viele Ebelsbacher ein. Unter ihnen befanden sich
Vertreter der politischen Gemeinde und der
Religionsgemeinschaften. Bürgermeister Walter Ziegler
sprach in seiner Gedenkrede davon, dass die letzten
Juden die Ortschaft im Jahr 1939 verlassen haben.
Auch in Ebelsbach terrorisierten Nazis in ihrem
Rassenwahn die jüdischen Bürgerinnen und Bürger der
Gemeinde. Walter Ziegler erinnerte daran, dass es nur
wenige waren, die sich den Nazis entgegen-stellten. Als
Beispiel für einen mutigen Demokraten nannte er Pfarrer
Julius van Jan. Dieser predigte gegen die Men-schenverachtung der braunen Horden und landete dafür
in den Kerkern der Faschisten.
Der Ebelsbacher Bürgermeister sagte auch, dass die
Gräuel der Vergangenheit Auftrag für Gegenwart und
Zukunft sind. Er forderte dazu auf, dass die Menschen
nicht schweigen sollen, wenn Men-schenrechte verletzt
werden. Die Vertreter der Religionsge-meinschaften
mahnten ebenfalls. Gisela Hümmer sprach an, dass heute
wieder jüdische Einrichtungen zur Zielscheibe von
Rechten werden. Sie rief dazu auf, wachsam zu sein.
Anneliese Lotz, die seit vielen Jahren an die
Ebelsbacher Juden erinnert, pflegt heute enge Kontakte
nach Israel. Sie erzählte bei der Gedenkver-anstaltung sehr eindrucksvoll von ihrer
engagierten Arbeit.
Quelle: nah
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