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Dorothee Bär als Sprachrohr rechter Medien

 

In die gegenwärtige Kampagne gegen die neu gewählte Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel, die wegen ihrer Mitgliedschaft in der Rechtshilfeorganisation „Rote Hilfe“ von Konservativen, aber auch von sozialdemokratischen Politikern zum Rücktritt aufgefordert wird, hat sich auch die Abgeordnete Dorothee Bär aus Ebelsbach einge-schaltet und Frau Drohsel scharf attackiert. Die Mitgliedschaft von Franziska Drohsel in der „Roten Hilfe“, wurde von der Rechtsaußen-Postille "Junge Freiheit" thematisiert, später hing sich die Bild-Zeitung und junge Rechtskonservative an das Thema an. Dorothee Bär hat viele ihrer politischen Kampagnen aufgrund der Berichterstattung in der "Jungen Freiheit" gestartet und gehört zur konservativen „Jungen Gruppe“ im Bundestag, der immer wieder Nähe zu Rechtsextremisten und rechten studentischen Verbindungen nachgesagt wird.

 

Bereits im Jahre 2005 geriet Dorothee Bär bundesweit in die Schlagzeilen, weil ihr Zusammenarbeit mit der „Jungen Freiheit“ vorgeworfen wurde. Überregionale Medien haben damals kein gutes Haar an der Politikerin aus Unterfranken gelassen. Sie soll auch auf rechtsradikalen Internetseiten Informationen gesammelt haben und startete mit jungen Kollegen ihrer Fraktion eine Anfrage, in der die damalige rot-grüne Regierung kritisiert wurde, weil sie für Aktivitäten gegen Rechtsextremismus linken Gruppen finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt hat. Im dem Bundestagsausschuss, der die Gelder dafür vergab, war Frau Bär allerdings selbst anwesend und hat dort zur Geldvergabe keinen Ton gesagt, heißt es aus Berlin.


Die „Junge Freiheit“ vermeldete in ihrer jüngsten Ausgabe, die Mitgliedschaft der neuen Juso-Vorsitzenden in der Roten Hilfe beweise ihre Verbundenheit mit dem linksextremen Spektrum. Sowohl die konservative Politikerin Frau Köhler, als auch der Sozialdemokrat Kühn forderten darauf hin Franziska Drohsels Rücktritt. Dorothee Bär meinte gar mit Anspielung auf die Linksfraktion: „Wir haben im Bundestag bereits eine Fraktion, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird.“

Die "Junge Freiheit" schreibt derweil auf ihrer Internetseite über die rechtskonservativen Bündnispartner. Rückendeckung erhält sie dabei ausgerechnet vom Inlandsgeheimdienst, der in seinen jährlichen Verfassungsschutzberichten die "Rote Hilfe" als mitgliederstärkste linksextremistische Organisation bezeichnet, und nichts unversucht lässt den Eindruck zu erwecken, die "Rote Hilfe" unterstütze die seit mehr als zehn Jahren nicht mehr existierende Rote Armee Fraktion.

 

Die Solidarität der "Roten Hilfe" gilt von ihrem Selbstverständnis her strömungsübergreifend allen Menschen, die wegen ihres linken politischen Engagements von der Justiz verfolgt und mit Verfahren überzogen werden. Sie ist weder einer Partei noch einer politischen Strömung verbunden. Die Forderung nach der längst überfälligen Freilassung der verbliebenen Gefangenen aus der RAF gehört für die „Rote Hilfe“ nach eigenen Angaben zu dieser strömungsübergreifenden Solidarität. Angesichts der grotesken Kampagne, deren Akteure vom rechtsextremen Lager über den Geheimdienst bis zu Teilen der Jusos reicht, erklärt die "Rote Hilfe" auf ihrer Internetseite, dass sie selbstverständlich solidarisch zu ihrem Mitglied Franziska Drohsel steht. In Schweinfurt gibt es ebenfalls eine Ortsgruppe der "Roten Hilfe".

 

Quelle: nah

 

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