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Armutsbekämpfung
durch Umweltpolitik
Allen
Fortschritten der Weltwirtschaft und damit einher gehender Ausweitung von
Wohlstand zum Trotz, droht die Staatengemeinschaft Ihre erklärten Ziele zur
Armutsbekämpfung als auch der bis zum Jahr 2015 angestrebten Halbierung der
weltweiten Armut deutlich zu verfehlen. Den jüngsten Schätzungen der UNCTAD
(UN-Konferenz für Welthandel und Entwicklung) zufolge wird die Zahl der in
extremer Armut lebenden Menschen sogar anwachsen, von 334 Millionen im Jahr 2000
auf 471 Millionen im Jahr 2015.
Wenn
vor diesem Hintergrund Klaus Töpfer sagt, eine intakte Umwelt sei der Reichtum
der Armen, kann dies nicht etwa Trost oder Beschwichtigung bedeuten, sondern nur
ein zusätzliches Alarmsignal. Das Prekäre an den Wechselwirkungen zwischen den
sozial-ökonomischen und den ökologischen Implikationen von Unterentwicklung
zeigt sich besonders deutlich an der Verwundbarkeit von Armen gegenüber
Umweltveränderungen: So werden gerade die Entwicklungsländer von den Folgen
des Klimawandels am stärksten betroffen sein.
Scheitern
die Millenium-Entwicklungsziele an der mangelnden Berücksichtigung der Umwelt
lautet die Frage, die attac Schweinfurt am Mittwoch, 4. Mai 2005 um 20 Uhr in
der Disharmonie diskutieren wird. Der Referent Harald Ort war als
Entwicklungshelfer und betriebswirtschaftlicher Berater des Deutschen
Entwicklungsdienstes im Sektor "Ländliche Entwicklung" im
Amazonas(eingzugs)gebiet Boliviens und Brasiliens tätig.
Quelle:
Heiko Kuschel
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