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Rotenhahn
bald weg vom Fenster?
Das
Scheitern des Waldvolksbegehrens ist seit einem halben Jahr Geschichte, der
Pulverdampf über den Schlachtfeldern und Nebenkriegsschauplätzen hat sich
mittlerweile auch verzogen, und das eigentliche Opfer, der Wald, verdeckt mit
seinem jetzt im Frühjahr wieder aufgezogenem grünen Kleid manch eine sich
abzeichnende Folgererscheinung. So spekulieren die örtlichen Tageszeitungen
ganz offen in mehr als deutlichen Worten darüber, ob mit dem hiesigen Hauptbefürworter
der sogenannten Forstreform, Sebastian Freiherr von Rotenhahn nicht sogar ein
Kriegsgewinnler existiert. Auch wenn manch ein schwarzer Haßbergler sicherlich
froh darüber wäre, wenn der Baron als Chef der neuen bayrischen Forst-AG in
Regensburg weit weg wäre, so wird er in diesem Amt genauso peinlich agieren,
wie er es als Landtagsabgeordneter ja schon mehrfach bewiesen hat.
So
wie es sich die CSU letztendlich derzeit nicht erlauben konnte dem Bund
Naturschutz die Fördermittel zu kürzen, so kann sie es sich nicht leisten das
umstrittene bayrische Forstunternehmen von einem Rotenhahn leiten zu lassen.
Rotenhahn wird also wohl weiterhin der peinliche Abgeordnete aus Rentweinsdorf
bleiben.
Frank
Schneider, der Sprecher der neuen Partei WASG im Landkreis hat sich zu den
Spekulationen um Rotenhahn geäußert und meint: "Da
wird dem Herrn von Rotenhan aber ein Stein vom Herzen fallen. Endlich etwas, wo
er sich, außer bei Kindern, sehr gut auskennt und was gestalten kann. Das mit
dem Hinterbänkler war doch auf Dauer nichts für ihn. Jeder Greti und Pleti kam
und verlangt sogar noch von ihm, was für ihn zu machen, da er ihn ja dafür gewählt
hat. Ja, was glauben denn die Leute eigentlich. Früher wären sie an der
Eingangspforte seines feudalen Schlosses vom Butler verjagt worden. Jetzt ist es
nicht genug, daß er seine wertvolle Freizeit gegen geringe Bezahlung hinten im
Bayerischen Landtag verbringt. Nein, nein, da ist es schon besser er regiert
seine eigenen und die staatlichen Wälder, da kann doch auch einiges gut
zusammengehen. Man muß eben Fachleute ranlassen. Die Zukunft gehört dann den
Holzfabriken. Natur, Nachhaltigkeit, Ökologie, Tierschutz - lauter blöde
Schlagworte aus der Zeit vor der Globalisierung. Jetzt ist die neue Zeit und die
beschreibt Joachim Fernau so: Kapitalismus ist die Übernahme der Regierung
durch die Hochfinanz."
Quelle:
jkr, Frank Schneider, nah
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