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8.
Mai: Tag der Befreiung im Stattbahnhof
Dieses
Jahr fällt der Kulturhausgeburtstag der Schreinerei und des Stattbahnhofs auf
den 8. Mai. An diesem Tag jährt sich zum 60sten Mal die Befreiung von den
Nazis. Aus diesem Anlass zeigen die im Haus vertretenen Gruppen und Vereine in
einer Matinee-Vorstellung den bekannten antifaschistischen Film "Nackt
unter Wölfen". Der Film wurde 1961 in den DEFA-Studios der DDR gedreht und
basiert auf dem ebenfalls weltbekannten Roman von Bruno Apitz, der selbst
Insasse des KZ Buchenwald und Regisseur des Films war. Der
Spielfilm schildert auf der Grundlage des Romans die Rettung eines jüdischen
Kindes im Lager durch die illegale Lagerleitung, die zu der Zeit im wesentlichen
in kommunistischer Hand war. Der Film ist kein Dokumentarfilm, aber er basiert
auf geschichtlichen Tatsachen, nämlich der Rettung von rund 900 jüdischen
Kindern durch die Häftlinge in der Lagerleitung. Er will eher pädagogisch
wirken, will anschaulich darstellen, dass selbst unter den unmenschlichsten
Lebensbedingungen Menschlichkeit und ein an humanen Grundsätzen orientiertes
Handeln möglich und geboten ist. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum
Gespräch mit Zeitzeugen.
Wolfgang
Stötzel, geboren in Bochum, lebt heute mit seiner Lebensgefährtin in
Schweinfurt. Der 81-jährige war sein ganzes Leben im Ruhrgebiet im Dienste der
Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung aktiv. Sein Vater war jahrelang Insasse des
KZ Buchenwald und Mitglied der illegalen Lagerleitung. Dort war er für die
militärstrategischen Aufgaben, also die Vorbereitung des bewaffneten Aufstands
im Lager verantwortlich.
Quelle:
Stattbahnhof
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