Nachrichten aus Hassfurt

Stattbahnhof Schweinfurt

Radio Z Nürnberg

Aktuelle Informationen der alternativen Bewegung in Schweinfurt, Hassfurt und Bamberg

 
 

NetzreporterInnen gesucht !!

 

Uns geht hier zu viel durch die Lappen..... Wir suchen dringend NetzreporterInnen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Ausserdem gerät unser Projekt an die finanzielle Grenze. Wer uns gut findet, soll uns unterstützen. Mehr dazu findet Ihr hier.

 

 

Für Glos wird´s jetzt Ernst in Schweinfurt 

 

Auf der Wahlkreisversammlung der Linkspartei wählten deren Mitglieder den Schweinfurter IG Metall Bevollmächtigten und WASG Bundessprecher Klaus Ernst einstimmig zu ihrem Direktkandidaten. Ernst tritt damit als Erststimmenkandidat im Wahlkreis 251 an, welcher die Stadt und den Landkreis Schweinfurt sowie den Landkreis Kitzingen umfasst. 

Joachim Reitz (Linkspartei) links im Bild und Klaus Ernst, Kandidat für Berlin

 

Schon am vergangenen Wochenende wurde Ernst auf  einer  Landesmitgliederversammlung der bayerischen Linkspartei auf einer offenen Liste mit großer Mehrheit zu deren Spitzenkandidaten gewählt. Der Schweinfurter Linkspolitiker fordert mit seiner Kandidatur den konservativen Michael Glos heraus. Damit schickt die Linkspartei einen Kandidaten ins Rennen, der Glos um sein Direktmandat bringen kann. Das dürfte enormen Zündstoff im Wahlkreis geben, Glos wird sich einiges aus den Fingern saugen, um seinen liebgewonnen Job zu verteidigen. Klaus Ernst gilt neben Gregor Gysi und Oskar Lafontaine als der aussichtsreichste Kandidat für den Fraktionsvorstand einer Linken Fraktion im neuen Bundestag.

 

Ernst studierte von 1979 bis 1984 an der Hochschule für Wirtschaft und Politik in Hamburg Volkswirtschaftslehre und Sozialökonomie. 1985 fing er bei der IG Metall in Stuttgart als Gewerkschaftssekretär an, bevor er als erster Bevollmächtigter der Metaller in Schweinfurt mit seiner Arbeit begann. Im vergangenen Jahr wurde Ernst wegen seiner offenen Kritik an  Kanzler Schröder und der neoliberalen Politik von SPD und Bündnis 90/Die Grünen aus der SPD ausgeschlossen, was der Startschuss für seine parteipolitische Arbeit in der WASG/Linkspartei war. Der linke Politiker fordert, die Reichen an der Finanzierung der Sozialsysteme zu beteiligen, und er will, dass die Agenda 2010 zurückgenommen wird. Klaus Ernst hat in vielen Betriebsversammlungen und Gesprächen mit Bürgern in der Region einen persönlichen Bekanntheitsgrad erreicht, den der konservative Glos nicht nachweisen kann. 

 

Michael Glos ist derzeit im Fraktionsvorstand der CDU im Berliner Reichstag und Chef der CSU Landesgruppe in der Hauptstadt. Glos ist Bürger der Gemeinde Prichsenstadt im Landkreis Kitzingen. Er gilt als konservativer Hardliner und Prediger neoliberaler Zukunftsstrategien. Am Biertisch zeigt er sich gerne volksnah, in Berlin vertritt er die Lobby des Kapitals. In seinem Wahlkreis muss Michael Glos den Schweinfurter und Kitzinger Bürgern bis zum Wahltermin erklären, warum sie einen Abgeordneten wählen sollen, der ihnen nach der Wahl gewissermaßen das Geld aus der Tasche ziehen wird. Glos will die Mehrwertsteuer erhöhen, er will die Pendlerpauschale abschaffen und zudem den Schichtarbeitern ihre Nachtschichtzulage versteuern.

 

Glos versäumt keine Gelegenheit darauf hinzuweisen, dass unter einer Regierung Merkel das Engagement Deutschlands in Sachen Terror erheblich zunehmen wird, so dass die Bürger nach seiner Wahl damit rechnen müssen, dass in Deutschland bald auch  Selbstmordattentäter aktiv werden. In der Presse vermeldet der konservative Politiker, der Arbeitsmarkt müsse flexibilisiert werden und ein einfacheres Steuersystem sei notwendig. Wer Glos kennt, weiß was das heißt: Arbeiterrechte sollen beschnitten werden, und Reiche werden im Fall seiner Wahl mit Milch und Honig, oder besser mit Frankenwein und Schweinsbraten gesegnet sein.

 

Quelle: jkr, nah

 

 

zurück

 

Leser dieser Meldung:

Hit Counter

Impressum  |  Kontakt  |