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Firsching DGB Chef in der Region
Schweinfurt-Würzburg
Der Schweinfurter Frank
Firsching (45) wurde bei der DGB
Regionsdelegiertenkonferenz in Volkach zum Vorsitzenden
der neuen DGB Region Schweinfurt-Würzburg gewählt. Mit
dem Wahlergebnis von 94 Prozent zeigte sich Firsching
hoch zufrieden: „Die große Zustimmung freut mich sehr.
Sie ist auch notwendig um die anstehenden Aufgaben
erfolgreich angehen zu können.“ Die neue DGB Großregion
mit etwa 61 000 Mitgliedern entsteht durch die Fusion
der Regionen Würzburg und Main-Rhön/Schweinfurt.
Der bayrische DGB
Vorsitzende Fritz Schösser erläuterte den Delegierten
die Notwendigkeit und die Vorteile der Zusammenlegung,
wie sie vom Bundesvorstand beschlossen wurde. Schösser
hob in seiner einstündigen Rede hervor, dass es keine
Personalreduzierung gebe und auch beide Bürostandorte,
Würzburg und Schweinfurt, erhalten blieben. „Sitz der
neuen DGB Region ist Schweinfurt, dafür bleibt der Sitz
des DGB Rechtsschutzes in Würzburg“, sagte Schösser.
Allerdings gebe es künftig nur noch einen Vorstand für
die gesamte Region.
Dieser besteht aus dem
gewählten DGB Regionsvorsitzenden, je einem Vertreter
jeder Mitgliedsgewerkschaft des DGB und drei gewählten
Kolleginnen oder Kollegen aus den DGB Kreisverbänden in
der Region. Von den Delegierten wurden Werner Nawarotzky
(Kreisverband Würzburg), Werner Schmitt (Kreisverband
Rhön- Grabfeld) und Gerhard Heß (Kreisverband Kitzingen)
in den Regionsvorstand gewählt. Komplettiert wird das
Gremium von Peter Kippes (IG Metall), Elvira May- Lipp (Ver.di),
Franz Götz (IG BAU), Klaus Moik (IG BCE), Ottmar Montag
(NGG), Karl- Heinz Balandat (Transnet), Hans Joachim
Lehr (GdP) und Helmut Radler (GEW).
Fritz Schösser, Frank Firsching und viele Delegierte
setzten sich in Wortmeldung mit der neuen politischen
Konstellation und den Aufgaben des DGB auseinander. „Wir
werden eine Fortsetzung der gescheiterten neoliberalen
Politik erleben. Oder hört ihr aus den
Koalitionsverhandlungen einen Satz zur Regulierung der
Finanzmärkte?“, fragte Bayerns DGB Chef Schösser.
Firsching präzisierte: „Mit Union und FDP wird es weiter
Deregulierung, Sozialabbau, Entstaatlichung,
Privatisierung und eine Umverteilung von unten nach oben
geben.“ Der Regionsvorsitzende warnte davor „den
Neoliberalen auf den Leim zu gehen“ und zu glauben zu
dieser Politik gebe es keine Alternative.
Der DGB habe in den letzten
Jahren die politischen Alternativen deutlich aufgezeigt:
Bürgerversicherung statt Kopfpauschale in der
Krankenversicherung, Erwerbstätigenversicherung statt
Privatisierung der Rentenversicherung,
Steuermehreinnahmen durch Belastung von Reichtum,
Spekulation und hohen Einkommen statt mehr Schulden und
Schröpfen der Arbeitnehmer, Ausbau von Mitbestimmung und
Kündigungsschutz statt Beschneidung der
Arbeitnehmerrechte. Eine entsprechende Resolution wurde
einstimmig angenommen.
Mit 48 Ja gegen 2 Nein- Stimmen wurde ein Ver.di- Antrag
auf die Zulassung von politischen Streiks angenommen.
Peter Baumann (Ver.di Würzburg) begründete den Antrag
mit der Notwendigkeit zu europäischen Nachbarn rechtlich
aufzuschließen und der Möglichkeit gesellschaftlich-
politischen Druck auch während der Arbeitszeit ausüben
zu können.
Quelle: nah
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