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WASG-Gründerin in Hassfurt

 

Die zweite Bevollmächtigte der Fürther IG-Metall, Anny Heike, ist am 13. September 2005, ab 19.00 Uhr, im Hotel Walfisch (Haßfurt) beim Linken Bündnis Haßberge zu Gast. Die auf dem aussichtsreichen Platz 5 der bayrischen Linkspartei kandidierende Anny Heike gehörte Anfang 2004 als einzige Frau zu den sieben Erstunterzeichnern der Initiative Arbeit und soziale Gerechtigkeit um die SPD-Abweichler Klaus Ernst und Thomas Händel, aus welcher sich die Partei WASG entwickelte. Die Linkspolitikerin wird zum Thema Beruf und Familie referieren. Die 57-Jährige Anny Heike ist in der Friedensbewegung sehr aktiv, und gehörte auch zu den Hauptakteurinnen der fränkischen Widerstandsbewegung gegen den Krieg im Irak, und ist seitdem sehr eng mit der Friedensinitiative Haßberge verbunden, aus der sich auch der politische Stammtisch Linkes Bündnis Haßberge bildete.

 

Frau Heike ist 57 Jahre, hat eine 34 jährige Tochter, wohnt in Fürth, und ist bei bei der IG Metall als 2. Bevollmöchtigte beschäftigt und ich ist Gründungsmitglied der WASG.
Vor 25 Jahren hat die Politikerin festgestellt, dass alles private auch politisch ist und dass es keine politische Entscheidung gibt, die nicht in das private Leben hineinspielt. Fünf Jahre als Sprecherin des Friedenskommites haben sie genauso geprägt wie das Erstarken der Rechten in unserem Land und natürlich ihre  Arbeit in der IG Metall.

Die Linkspolitikerin glaubt, dass eine starke außerparlamentarische Bewegung ein wichtiger Grundpfeiler ist, um eine gute parlamentarische Arbeit voranzubringen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit soll die Friedenspolitik sein. Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr - denn von deutschem Boden darf kein Krieg ausgehen. Die Abrüstung muß wieder einen größeren Stellenwert bekommen. Steuergelder sollen für den Sozialstaat ausgegeben werden und nicht für Waffen. Es muß den Menschen wieder eine Zukunft gegeben werden, sie müssen wieder Arbeit haben und durch diese Arbeit auch ihr Leben bestreiten können. Deshalb ist Anny Heike für einen Mindestlohn. Geld ist in Deutschland genug da, die Gewinne der 30 größten Unternehmen sind alleine in den letzten Jahren netto um 113 % gestiegen, die Einkommen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen sind dagegen gesunken. Es soll eine gerechtere Verteilung geben, Reiche müssen mehr schultern als Arme. Vor allen Dingen muß es mehr Ausbildungsplätze geben um den jungen Menschen eine Zukunftsperspektiven geben, meint die Gewerkschafterin aus Fürth. Das ist die beste Möglichkeit den Rechten das Wasser abzugraben. Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden Familie und Beruf für Männer und Frauen zu verbinden. Es kann nicht sein, dass Frauen durch Fehlen von Kinderbetreuungseinrichtungen nicht arbeiten können oder in 400 Euro-Jobs gedrängt werden. Es kann nicht sein, dass wieder der alte Slogan zutrifft: die Armut ist weiblich. Es ist wichtig, dass es in diesem Land vorwärts geht, meint die Kandidatin der Linkspartei.

 

 

Quelle: jkr, nah

 

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