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Neuwahlen beim Linken Bündnis Haßberge
Zu ihrer
Jahreshauptversammlung trafen sich am Dienstagabend die
Mitglieder des Linken Bündnisses in Haßfurt. Nach
formellen Angelegenheiten stand die Neuwahl des
Vorstandes auf dem Programm: Norbert Zirnsak aus
Obertheres und der Eltmanner Joachim Reitz wurden dabei
mit einem einstimmigen Votum zu gleichberechtigten
Vorsitzenden gewählt. Zu Beisitzern bestimmten die
Mitglieder vom Linken Bündnis Sabine Schmitt aus Sand,
Barbara Söldner aus Breitbrunn und Norbert Siebenlist
aus Augsfeld. Die Kreistagsmitglieder Eva Mendl und
Willi Schütz sind satzungsgemäß mit Sitz und Stimme an
der Vorstandsarbeit beteiligt.
Sabine Schmidt gab den Rechenschaftsbericht für den
scheidenden Vorstand ab: Zahlreiche Veranstaltungen,
Aktionen sowie Anträge für das Kreistagsplenum wurden
vorbereitet. Größter Erfolg des vor der vergangenen
Kommunalwahl neu gegründeten linken Wahlbündnisses war
der Einzug in den Kreistag Haßberge. Als weitere
Höhepunkte der vergangenen zwei Jahre bezeichnete
Schmidt die Informationsabende zum ehemaligen
Bundeswehrgelände in Ebern, die
Diskussionsveranstaltungen zur Debatte um den
Nationalpark Steigerwald und den Vorschlag für ein
Sozialticket. Die Mitgliedschaft des Kreises in der
Allianz gegen Rechtsextremismus sei genauso wie die „Hassberg-Card“
aufgrund der Initiative vom Linken Bündnis beschlossen
worden. Zur umfangreichen Bilanz gehörte auch der
Hinweis auf die Kreistagsdebatte in Sachen Beteiligung
der Sparkassenmitarbeiter im Aufsichtsrat des kommunalen
Kreditinstitutes. „Unsere Kreisräte sind die fleißigsten
Mitglieder des Kreistages“, freute sich Sabine Schmidt.
Im weiteren Verlauf ging Norbert Zirnsak auf die Lage in
den Betrieben ein. Rund 400 Firmen und fast 30.000
Beschäftigte in der Region Main-Rhön seien aktuell von
Kurzarbeit betroffen, darunter zahlreiche Unternehmen in
den Haßbergen. Unterfranken sei eine der Regionen in
Deutschland, die eine Spitzenposition in Sachen
Kurzarbeit einnehme. Mit den bevorstehenden Entlassungen
bei Bosch-Rexroth in Schweinfurt würden Einwohner aus
dem Landkreis ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch bei
Schaeffler, SKF und ZF-Sachs drohe Arbeitsplatzverlust,
wenn die Vereinbarungen zur Kurzarbeit auslaufen. In den
Bamberger Großbetrieben sei es ähnlich. „Je länger die
Kurzarbeit andauert, desto größer wird die Unruhe an den
Arbeitsplätzen, viele Beschäftigte fürchten sich davor,
bald arbeitslos auf der Straße zu stehen“, berichtete
Norbert Zirnsak. Es sei überfällig, daß sich die Politik
mit möglichen Massenentlassungen in der Region
auseinandersetze. Es gelte schleunigst Strategien zu
entwickeln, wie man mit einem sprunghaften Anstieg der
Arbeitslosigkeit umgehen werde, sagte er.
Joachim Reitz kündigte abschließend weitere Aktionen an.
So seien die drei neu gewählten der insgesamt sechs
bayrischen Bundestagsabgeordneten der Linken bereits
fest für Besuche im Landkreis Haßberge eingeladen.
Weiter wies er auf eine Lesung mit der Berliner Kinder-
und Jugendbuchautorin Gisela Karau am 19. November in
Hassfurt, im Hotel Walfisch hin.
Quelle: nah
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