Nachrichten aus Hassfurt 

Stattbahnhof Schweinfurt

Radio Z Nürnberg

Aktuelle Informationen der alternativen Bewegung in Schweinfurt, Hassfurt und Bamberg

 

 

 

 

 

 

  


NetzreporterInnen gesucht !!

 

Uns geht hier zu viel durch die Lappen..... Wir suchen dringend NetzreporterInnen, die uns bei unserer Arbeit unterstützen. Ausserdem gerät unser Projekt an die finanzielle Grenze. Wer uns gut findet, soll uns unterstützen. Mehr dazu findet Ihr hier.

nachrichten und standpunkte - arbeiterzeitung für die region schweinfurt


 

 

Schlecker: Tarifflucht im XL-Format

 

Die Drogeriekette Schlecker plant weitreichende Änderungen in ihrem Filialsystem. Kurzfristig sollen etwa 500 so genannte XL-Filialen eröffnet werden. Im Eiltempo schließt Schlecker kleine Verkaufstellen, fasst Einheiten zusammen und macht XL-Märkte auf. Betroffene Verkäuferinnen setzt das Unternehmen kurzerhand auf die Straße. Einigen von ihnen werden später neue Arbeitsverträge angeboten - für noch weniger Geld und zu noch schlechteren Bedingungen, als das ohnehin der Fall war. Schlecker betreibt rund 14.000 Filialen in ganz Europa. Das Familienunternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro. Auch in der Region formiert sich Widerstand gegen das Gebaren von Schlecker. Aktionen sind geplant. In Haßfurt eröffnet am Freitag ein XL-Markt.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di zeigen Gespräche mit Betroffenen, dass Tarifrechte nicht beachtet werden. Gewerkschaftsmitgliedern wird empfohlen, sich von Vorgesetzten nicht überrumpeln zu lassen. Schlecker könne niemand zu einer Unterschrift unter wie auch immer formulierter Verträge zwingen. „Verkäuferinnen sollen sich nicht unter Druck setzen lassen und unbedingt mit Ihrem Betriebsrat oder mit ver.di Kontakt aufnehmen“, erklärt die Gewerkschaft auf Flugblättern, die derzeit an die Beschäftigten verteilt werden. Darin wird darüber aufgeklärt, dass im Falle einer Kündigung die Möglichkeit einer Klage besteht. „Spätestens nach drei Wochen seit Zugang der Kündigung können Sie klagen“, wird informiert.

Gewerkschafter sagen, jüngst aufgetauchte Vertragsformulare zeigen deutlich, „dass Schlecker den Weg der Tarifflucht und den Weg der beabsichtigten untertariflichen Bezahlung wählt.“ Dabei handele es sich bei der Ausgliederung eines Geschäftsbereiches von Schlecker (AS) auf die Schlecker XL GmbH um eine Betriebsabspaltung und einen Teilbetriebsübergang im Sinne des Betriebsverfassungsgesetzes. Dies habe zur Folge, dass die Arbeitsverhältnisse zu gleichen Bedingungen auf die Schlecker XL GmbH übergehen müssten. Auch die schon erbrachten Beschäftigungszeiten müssten angerechnet werden. „Betriebsbedingte Kündigungen wegen eines Teilbetriebsüberganges sind auf jeden Fall unwirksam“, zeigen sich ver.di Fachleute sicher.

Ein weiterer Versuch der Drogeriemarktkette sich aus der Tarifbindung zu verabschieden, sei das Konzept der Leiharbeit. Schlecker fordere Verkäuferinnen gezielt dazu auf, ihr bestehendes Arbeitsverhältnis aufzugeben und Arbeitsverträge mit der Zeitarbeitsfirma Meniar abzuschließen. Freilich unter schlechteren Bedingungen als das vorher der Fall war. Schlecker Beauftragte drohten mit Entlassung, sollten die Verkäuferinnen die neuen Verträge nicht akzeptieren.

 

Quelle: nah

 

 

zurück

 

 

Leser dieser Meldung:

Hit Counter


Nachrichten aus Hassfurt

Das Forum für linke Politik.
Onlinediskussion.