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Haßberge: Uran im Trinkwasser
Wieder sind es Haßberge
Gemeinden, die bundesweite Höchstwerte beim Uran im
Trinkwasser aufweisen. Die Zahlen gab die NGO foodwatch
kürzlich bekannt. Pfarrweisach, Nassach und Aidhausen
weisen demnach mehr als 10 Mikrogramm Uran pro Liter
Wasser auf. In den Gemeinden Pfarrweisach und
Untermerzbach wird der Urangehalt noch reduziert, bevor
das Wasser an die Bevölkerung abgegeben wird, indem man
das hoch belastete Wasser mit niedriger belastetem
Wasser mischt. In Pfarrweisach liegt der Uran-Wert nach
Auskunft der Behörden dennoch weiterhin über 10
Mikrogramm.
Auch in den Gemeinden Nassach und Aidhausen, ebenfalls
im Landkreis Hassberge, wird Wasser mit einem hohen
Urangehalt immer noch direkt an die Bevölkerung
abgegeben. Für Aidhausen wurde foodwatch mit einer
Belastung von 23,3 Mikrogramm Uran pro Liter der
deutschlandweit höchste Wert übermittelt. Laut
Gesundheitsamt Hassberge ist in Aidhausen der Einsatz
einer Uranentfernungsanlage geplant.
In Maroldsweisach, für das foodwatch 2008 Messwerte mit
einer Rekordbelastung von 39,9 Mikrogramm
veröffentlichte, wurde Anfang 2009 eine
Uranentfernungsanlage in Betrieb genommen. Die
Uran-Werte liegen hier seitdem klar unter 2 Mikrogramm
pro Liter.
"Die Bundesregierung vernachlässigt in sträflicher Weise
ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Bürgern“, erklärt
foodwatch-Sprecher Martin Rücker. "Der lange
angekündigte Grenzwert lässt weiter auf sich warten, und
jetzt soll auch noch in völliger Verkennung der
wissenschaftlichen Faktenlage ein Grenzwert festgelegt
werden, der die Gesundheit von Kleinkindern nicht
wirksam schützen kann. 2 Mikrogramm müssen unverzüglich
als oberstes Limit festgesetzt werden.“ Für in Flaschen
abgefülltes Mineralwasser gilt schon heute: Ist es mit
mehr als 2 Mikrogramm Uran pro Liter belastet, darf es
nicht mit dem Hinweis "geeignet zur Zubereitung von
Säuglingsnahrung“ verkauft werden.
Quelle: nah
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