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Weil man uns die Bildung klaut
Weit über 3.000 Studenten
hatten sich am Dienstag, den 1. Dezember 2009 vor der
Würzburger Uni am Sanderring zusammengefunden, um
gemeinsam für eine bessere Bildung zu demonstrieren. Und
so marschierten sie trotz regen und Kälte zwei Stunden
lang durch die Würzburger Innenstadt und skandierten
dabei immer wieder: „Wir sind hier, wir sind laut – weil
man uns die Bildung klaut“. Unterwegs reihten sich immer
mehr Kommilitonen und Schüler in den Protestzug ein.
Als die Demonstration an der Juristischen Fakultät
vorbeiführte, wurde einige Fenster geöffnet und nicht
wenige Jura-Studenten rangen sich ein peinliches Lächeln
ab. Schnell musste man da zu dem Schluss kommen, dass
die angehenden Rechtsexperten entweder gut situiert sind
oder nicht verstanden haben, dass Recht sprechen und
Recht bekommen zwei unterschiedliche Dinge sind und man
manchmal lautstark auf der Straße protestieren muss, um
bestehende Rechte auch einzufordern. Auf der
Abschlusskundgebung am Wittelsberger Platz resümierten
dann verschiedene Redner, worum es den Studierenden
ging. Die Abschaffung der Studiengebühren war dabei
genauso wichtig wie Korrigierung des Bachelor-/
Mastersystems.
Aber auch eine Verbesserung der Finanzsituation wurde
gefordert. „Wir fordern die Verbesserung der
Finanzsituation aller Studierenden durch nicht sozial
selektive Unterstützungssysteme, unabhängig von Alter,
Regelstudienzeit und angestrebtem Abschluss“, hieß dazu
in einem Forderungsflyer der bayrischen Hochschulen. So
unmittelbar vor Weihnachten bleibt zu hoffen, dass der
Protest der Studierenden die Weihnachtsferien übersteht
und es im Januar 2010 weitergehen wird, um die
Studiengebühren in Bayern endgültig abzuschaffen.
Quelle: ule
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