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DGB schmiedet Bündnis gegen Neonazis
Der DGB Regionsvorstand Schweinfurt-Würzburg beschloss
auf seiner vergangen Sitzung, ein Bündnis gegen den
angekündigten Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Schweinfurt
zu gründen. Dazu lädt der DGB am 08. Februar alle
demokratischen Parteien, Kirchen, Organisationen und
Verbände aus Schweinfurt ins Kolpinghaus ein. DGB
Regionsvorsitzender Frank Firsching: „Wir werden es
nicht zulassen, dass Nazis die Bedeutung des 1. Mai
verkehren. Der Nationalsozialismus ist antidemokratisch,
rassistisch und verfassungsfeindlich. Der internationale
Tag der Arbeit, der 1. Mai, steht genau für das
Gegenteil.“
Hier die Resolution des DGB Regionsvorstandes,
beschlossen auf der Vorstandssitzung am 25.01.10:
Gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Schweinfurt- für
ein Bündnis „Schweinfurt ist bunt, nicht braun“
Das so genannte „Freie Netz Süd“ hat für den 01. Mai
2010 in Schweinfurt einen Aufzug angemeldet. Beim
„Freien Netz Süd“ handelt es sich um Akteure der
militanten Neonaziszene. Sie bezeichnen sich als
„nationale Sozialisten“, Verfügen über ausgeprägte
virtuelle Strukturen in Süddeutschland und verfolgen den
Plan des “Antikapitalismus von Rechts“. In ihrem Aufruf
zur Teilnahme am Schweinfurter Aufmarsch vertreten die
Organisatoren eine extrem antidemokratische,
verfassungsfeindliche und rassistische Haltung.
Der 1. Mai ist der internationale Tag der Arbeit. Es ist
der Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, zu
sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und
Menschenwürde. Der DGB in der Region
Schweinfurt-Würzburg begeht diesen Tag in guter
Tradition. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter in
Schweinfurt und in Würzburg, in den Haßbergen, in der
Rhön und im Kreis Kitzingen bekennen sich am 1. Mai zu
Freiheit, Solidarität und internationalen
Menschenrechten.
Der angekündigte Aufmarsch gewaltbereiter
Rechtsextremisten in Schweinfurt ist eine Kampfansage an
alle demokratisch gesinnten Bürgerinnen und Bürger,
besonders aber an die Gewerkschaften. Es ist eine
Kampfansage an unser Erinnern an Fritz Soldmann, der als
Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes
nach 1933 mehrmals von Nazis verhaftet, in deren
Konzentrationslager nach Dachau, Sachsenhausen und
Buchenwald verschleppt wurde und der am 31. Mai 1945 an
den Folgen der Quälereien durch die Nazis verstarb.
Mit der Umdeutung gewerkschaftlicher Forderungen und
ihrer Einverleibung in die rechte Ideologie versuchen
Nazis damals wie heute, Anhänger für ihre zerstörerische
Politik zu gewinnen.
Rechtsextremismus darf in Schweinfurt keine Chance
haben. Rassismus, Ausländerhass, Gewalt und die
Verfolgung von Minderheiten sind mit den Werten einer
aufgeklärten Gesellschaft nicht vereinbar.
Der DGB in der Region Schweinfurt-Würzburg betrachtet es
als seine Verpflichtung, in einem solidarischen Bündnis
geeigneten Maßnahmen in die Wege zu leiten, um alten und
neuen Nazis am 1. Mai in Schweinfurt eine klare Absage
zu erteilen. Deshalb lädt die DGB Region alle
demokratischen Organisationen und Parteien ein, ein
entsprechendes Bündnis zu gründen.
Quelle: dgb
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