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Die
Arbeitsloseninitiative SALI e. V. stellt sich vor
Seit
mittlerweile rund 30 Jahren besteht in der BRD in
unterschiedlicher Intensität das Phänomen der Massen Arbeitslosigkeit.
Ebenfalls seit dieser Zeit haben die verschiedenen
Regierungen mit allerlei „Patentrezepten“ versucht,
dieses Problem in den Griff zu bekommen - vergeblich! Während
anfangs zumindest noch versucht wurde, mit Hilfe eines
zweiten und dritten Arbeitsmarktes die Folgen für die
Betroffenen einigermaßen sozial abzufedern, ist davon,
seit Bundeskanzler Schröder im Jahre 2002 die
Erwerbslosen als Hauptschuldige an ihrer Situation
ausgemacht hat, ist davon nichts mehr übrig geblieben.
Im Gegenteil, die Hartz-Gesetze, die angeblich zur
Halbierung der Arbeitslosigkeit führen sollten, wirken
ausschließlich als Druckmittel gegen die Erwerbslosen
wie auch die Beschäftigten. Sie weiten den Minijob- wie
den Leiharbeitssektor aus und schaffen dort zwar
Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich, verhindern jedoch
nicht, dass die Massenentlassungen verstärkt weiter
gehen und die Massen Erwerbslosigkeit zunimmt.
Aber
es gibt auch eine Gegenbewegung
Bundesweit
sind immer mehr Erwerbsloseninitiativen als
Selbsthilfeorganisationen auf den Plan getreten. Sie
haben sich organisiert und vernetzt, um besser für die
Interessen und die Rechte der Erwerbslosen eintreten zu
können, als es die Gewerkschaften in der Vergangenheit
getan haben.Bereits Mitte der 80er Jahre gründete sich
auch in Schweinfurt eine Arbeitsloseninitiative, die
SALI. Sie verstand sich von Anfang an als
parteipolitisch unabhängig, aber gewerkschaftsnah. Bis
Ende der 90er Jahre war sie beim AFZ am Obertor
angesiedelt. Dort konnte über viele Jahre durch
hauptamtliche Kräfte eine profunde und erfolgreiche
Beratung durchgeführt werden. Zudem machten die
Erwerbslosen der SALI immer wieder durch spektakuläre
Aktionen auf sich aufmerksam. Als sich das AFZ zunehmend
mehr auf kommerzielle Arbeitsvermittlung beschränkte,
war dort für die SALI kein Platz mehr. Sie fand im Büro
der Deutschen Friedensgesellschaft in der
Gabelsbergerstr. 1 eine neue Heimat.
Was
macht die SALI?
Dort
werden auf den Arbeitstreffen der aktiven Mitglieder
Aktionen und Veranstaltungen geplant, Veröffentlichungen
besprochen, über die aktuelle politische Lage
diskutiert oder auch nur die Schwierigkeiten und
Probleme, mit denen die Erwerbslosen tagtäglich
konfrontiert werden, benannt und gebrandmarkt. Daneben
findet auch ein wöchentlicher Offener Treff der
Selbsthilfegruppe der SALI statt.
Hier
können Interessierte und Betroffene die SALI kennen
lernen.
Es
gibt Erfahrungsaustausch, wertvolle Tipps, Hilfe zur
Selbsthilfe oder einfach nur moralische Unterstützung.
Denn die Erwerbslosen haben inzwischen gelernt, dass es
falsch ist, sich zurück zu ziehen, sich zu vereinzeln
und zu verstecken. Sie wissen, dass falsche Scham und
eine demütige Haltung fehl am Platz sind, dass sie im
Gegenteil offensiv auftreten und gemeinsam und
organisiert für ihre Interessen eintreten müssen.
Deshalb versteht sich die SALI auch als Teil einer
bundesweiten Struktur, ist Mitglied der
Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher
Erwerbslosengruppen und baut mit an einer regionalen und
überregionalen Vernetzung an der Seite der
DGB-Gewerkschaften. Auf örtlicher Ebene ist eine enge
Zusammenarbeit mit dem
ver.di-Bezirkserwerbslosenausschuss entstanden.
SALI-Mitglieder sind ebenso aktiv im „Forum für
soziale Gerechtigkeit“ vertreten wie in der
„Sozialkonferenz“. Anfang dieses Jahres hat sich die
SALI zudem als eingetragener, gemeinnütziger Verein
konstituiert, dem auch der regionale DGB und
Einzelgewerkschaften wie IG Metall. und IG BAU
beigetreten sind.
Telefonischer Kontakt:
Dienstag von 15 – 17 Uhr unter 09721/185555 sonst AB –
Fax. 09721/28723.
Offener
Treff:
Donnerstag 10 – 12.30 Uhr.
Aktiventreffen:
Jeden ersten
Dienstag im Monat um 19.00 Uhr.
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