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Jugendarbeitslosigkeit: Dramatischer
Anstieg
Der Kreisvorstand des DGB
Haßberge hatte kürzlich einen besonderen Punkt auf der
Tagesordnung: Die Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit
im Landkreis. Auf Einladung des Kreisvorstandes war
DGB-Jugendsekretärin Ulrike Eifler gekommen, um über die
„dramatische Entwicklung“ der Jugendarbeitslosigkeit zu
referieren. Eifler nannte die Zahlen der Agentur und
betonte, dass in Hassfurt und Umgebung gegenwärtig 405
junge Menschen unter 25 Jahren arbeitslos wären. Letztes
Jahr um diese Zeit waren es noch 284.“Das ist ein
Anstieg um 42,6 Prozent“, erklärte die Jugendsekretärin
und betonte, dass Hassfurt damit im Agenturbezirk
Schweinfurt den größten Anstieg zu verzeichnen hätte.
Vor diesem Hintergrund macht Eifler auf die Ursachen
aufmerksam: „Die Jugendarbeitslosigkeit entwickelt sich
deswegen so rasant, weil die Politik der Agenda 2010 in
den letzten Jahren vor allem junge Menschen sozial an
die Wand gedrückt hat“. In keiner anderen Altersgruppe
steige die Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse so
stark und so schnell wie bei den unter 25Jährigen,
informierte Eifler. Vor allem junge Menschen waren in
den letzten Jahren von Leiharbeit und befristeter
Beschäftigung betroffen. Jetzt in der Krise würden sie
zuerst auf die Straße gesetzt. Um die
Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen, reichten einige
kleinere arbeitsmarktpolitische Reformen nicht aus.
Vielmehr müsse es ein Gesamtpaket geben.
In einem ersten Schritt
müsste über Reformen im Bildungsbereich sicher gestellt
werden, dass jeder Schulabgänger auch einen
Schulabschluss bekommt. In einem zweiten Schritt müsste
über die Umlagefinanzierung gewährleistet werden, dass
es ein auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen
gibt. Und in einem dritten Schritt muss Arbeit wieder
sicherer werden, dass heißt: weg mit Befristung, weg mit
Leiharbeit und her mit dem Mindestlohn!
Quelle: dgb
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