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Demonstration:
Samstag, 6. März 2010,
Beginn 14Uhr,
Nürnberg, Lorenzkirche Die
Krise ist nicht vorbei!
Zeit für eine Wende! –
Zeit für eine andere Welt!
Der DGB Regionsvorstand Schweinfurt-Würzburg beschloss
auf seiner vergangen Sitzung, ein Bündnis gegen den
angekündigten Neonaziaufmarsch am 1. Mai in Schweinfurt
zu gründen. Dazu lädt der DGB am 08. Februar alle
demokratischen Parteien, Kirchen, Organisationen und
Verbände aus Schweinfurt ins Kolpinghaus ein. DGB
Regionsvorsitzender Frank Firsching: „Wir werden es
nicht zulassen, dass Nazis die Bedeutung des 1. Mai
verkehren. Der Nationalsozialismus ist antidemokratisch,
rassistisch und verfassungsfeindlich. Der internationale
Tag der Arbeit, der 1. Mai, steht genau für das
Gegenteil.“
Angesichts der durch die hohen Erwerbslosenzahlen in
Schweinfurt - die vermutlich nach Ablauf der Kurzarbeit
in den Großbetrieben noch steigen werden – zunehmende
Armut, vor allem auch Kinder- und Altersarmut, wird wohl
niemand bezweifeln, dass ein Sozialpass dringend nötig
ist. Sicher wird auch er die Armut nicht abschaffen
können, aber doch zumindest etwas lindern, die
Lebenssituation und die Teilhabe an der Gesellschaft
etwas erleichtern. Eine Million Menschen müssen derzeit
in Deutschland durch Tafeln mit den notwendigsten
Lebensmitteln versorgt werden, auch in Schweinfurt sind
es aktuell schon rund tausend Betroffene.
Weit über 3.000 Studenten hatten sich am Dienstag, den
1. Dezember 2009 vor der Würzburger Uni am Sanderring
zusammengefunden, um gemeinsam für eine bessere Bildung
zu demonstrieren. Und so marschierten sie trotz regen
und Kälte zwei Stunden lang durch die Würzburger
Innenstadt und skandierten dabei immer wieder: „Wir sind
hier, wir sind laut – weil man uns die Bildung klaut“.
Unterwegs reihten sich immer mehr Kommilitonen und
Schüler in den Protestzug ein.
Der honduranische Botschafter Roberto Augusto Martínez
Castañeda wird am Montag den 7. Dezember 2009 um 21 Uhr
den Hörsaal 216 der Universität Würzburg, Sanderring 2,
besuchen, um dort einen Vortrag mit anschließender
Diskussion zur aktuellen Situation in Honduras zu
halten. Am 28. Juni 2009 wurde der amtierende Präsident
Honduras, José Manuel Zelaya, vom Militär gestürzt und
der liberale Roberto Micheletti zum De-facto-Präsidenten
erklärt. Die Putschregierung ist weltweit umstritten und
die Lage in Honduras gespalten: Nach dem 28. Juni kam es
einerseits zu massiven öffentlichen Protesten gegen
Zelayas Absetzung, andererseits demonstrierten
Honduraner ihre Unterstützung für das Militärregime,
unter anderem auch die katholische Kirche.
Im Bezirk der Arbeitsagentur Schweinfurt wird die
Wirtschaftskrise im kommenden Jahr stärkere Spuren auf
dem Arbeitsmarkt hinterlassen als bisher, so der
Vorsitzende der DGB-Region Schweinfurt-Würzburg, Frank
Firsching. Firsching befürchtet, dass in 2010 im
Agenturbezirk Schweinfurt nochmals 4.000 bis 5.000
sozialversicherte Jobs gefährdet sind. Im Durchschnitt
dieses Jahres lag die Zahl der sozialversicherten Jobs
noch bei knapp 150.000. Eine nur schwache Erholung von
gut einem Prozent im kommenden Jahr wird nicht genügen,
um alle derzeit noch erhaltenen Arbeitsplätze
mittelfristig zu sichern. Deshalb müsse ein Anstieg der
Entlassungen selbst dann befürchtet werden, wenn die
Talfahrt beendet und die Wirtschaft wieder leicht
wachsen sollte.
Wieder sind es Haßberge Gemeinden, die bundesweite
Höchstwerte beim Uran im Trinkwasser aufweisen. Die
Zahlen gab die NGO foodwatch kürzlich bekannt.
Pfarrweisach, Nassach und Aidhausen weisen demnach mehr
als 10 Mikrogramm Uran pro Liter Wasser auf. In den
Gemeinden Pfarrweisach und Untermerzbach wird der
Urangehalt noch reduziert, bevor das Wasser an die
Bevölkerung abgegeben wird, indem man das hoch belastete
Wasser mit niedriger belastetem Wasser mischt. In
Pfarrweisach liegt der Uran-Wert nach Auskunft der
Behörden dennoch weiterhin über 10 Mikrogramm.
Am
07. März 2010 findet in Schweinfurt die
Oberbürgermeisterwahl statt. Frank Firsching,
Fraktionsvorsitzender der Partei Die Linke im
Schweinfurter Stadtparlament und im Hauptberuf DGB
Regionsvorsitzender ist einer der Kandidaten, die sich
um die Nachfolge von Gudrun Grieser (CSU) bewerben. Die
Politik der letzten beiden Jahrzehnte habe tiefe Spuren
in unserer Gesellschaft hinterlassen, sagt Frank
Firsching, der sich vor allen Dingen als "Gewerkschafter
in der Politik und nicht umgekehrt" sieht.
Nachrichten-aus-Hassfurt dokumentiert Teile einer
Stellungnahme Frank Firschings, in der er auf seine
Beweggründe für die OB-Kandidatur eingeht.
Einmütig war das Urteil der Schweinfurter
Gewerkschaftsjugend zur rasant steigenden
Arbeitslosigkeit junger Arbeitnehmer unter 25 Jahren.
Auf ihrer DGB-Jugendkonferenz am Donnerstag (26.
November 2009) im Schweinfurter Gewerkschaftshaus
diskutierte sie engagiert die Lebens- und
Arbeitssituation junger Arbeitnehmer nach dem ersten
Krisenjahr.
Die Drogeriekette Schlecker plant weitreichende
Änderungen in ihrem Filialsystem. Kurzfristig sollen
etwa 500 so genannte XL-Filialen eröffnet werden. Im
Eiltempo schließt Schlecker kleine Verkaufstellen, fasst
Einheiten zusammen und macht XL-Märkte auf. Betroffene
Verkäuferinnen setzt das Unternehmen kurzerhand auf die
Straße. Einigen von ihnen werden später neue
Arbeitsverträge angeboten - für noch weniger Geld und zu
noch schlechteren Bedingungen, als das ohnehin der Fall
war. Schlecker betreibt rund 14.000 Filialen in ganz
Europa. Das Familienunternehmen erzielte im vergangenen
Jahr einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro. Auch in der
Region formiert sich Widerstand gegen das Gebaren von
Schlecker. Aktionen sind geplant. In Haßfurt eröffnet am
Freitag ein XL-Markt.
Geschichte in Geschichten - Gisela Karau in Haßfurt
Am Donnerstagabend (19.11.2009) war Gisela Karau während
einer Lesung beim Linken Bündnis zu Gast. Die Berliner
Schriftstellerin brachte eine aktuelle Zusammenstellung
politischer Aufsätze mit: „Klartexte - Beiträge zur
Geschichtsdebatte“, lautet der Titel. Dreißig Gäste
konnte Linksbündnisvorstand Norbert Zirnsak in Haßfurt
begrüßen und freute sich über die Resonanz. „Einige
Zuhörer sind heute Abend hier, die Frau Karau
gewissermaßen beim Erwachsenwerden begleitet hat“, sagte
er. Zirnsak tat dies in Anspielung auf Kinder- und
Jugendbücher der Autorin, die in der ehemaligen DDR zu
großer Bekanntheit gelangten. „Klartexte“ allerdings sei
eine Art der direkten Auseinandersetzung mit der
jüngeren Vergangenheit und mache die politischen
Positionen der Autorin sichtbar, bemerkte er.
Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich am
Dienstagabend die Mitglieder des Linken Bündnisses in
Haßfurt. Nach formellen Angelegenheiten stand die
Neuwahl des Vorstandes auf dem Programm: Norbert Zirnsak
aus Obertheres und der Eltmanner Joachim Reitz wurden
dabei mit einem einstimmigen Votum zu gleichberechtigten
Vorsitzenden gewählt. Zu Beisitzern bestimmten die
Mitglieder vom Linken Bündnis Sabine Schmitt aus Sand,
Barbara Söldner aus Breitbrunn und Norbert Siebenlist
aus Augsfeld. Die Kreistagsmitglieder Eva Mendl und
Willi Schütz sind satzungsgemäß mit Sitz und Stimme an
der Vorstandsarbeit beteiligt.
Der Kreisvorstand des DGB Haßberge hatte kürzlich einen
besonderen Punkt auf der Tagesordnung: Die Entwicklung
der Jugendarbeitslosigkeit im Landkreis. Auf Einladung
des Kreisvorstandes war DGB-Jugendsekretärin Ulrike
Eifler gekommen, um über die „dramatische Entwicklung“
der Jugendarbeitslosigkeit zu referieren. Eifler nannte
die Zahlen der Agentur und betonte, dass in Hassfurt und
Umgebung gegenwärtig 405 junge Menschen unter 25 Jahren
arbeitslos wären. Letztes Jahr um diese Zeit waren es
noch 284.“Das ist ein Anstieg um 42,6 Prozent“, erklärte
die Jugendsekretärin und betonte, dass Hassfurt damit im
Agenturbezirk Schweinfurt den größten Anstieg zu
verzeichnen hätte.
Verwundert haben Eva Mendl und Willy Schütz vom Linken
Bündnis die Information der Presse zum SPD Vorschlag für
einen Sozialpass aufgenommen und empfehlen den
Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft für
Arbeitnehmerfragen in der SPD, doch einmal mit ihren
Fraktionskollegen im Kreistag zu sprechen. Bereits im
vergangenen Jahr hatte das Linke Bündnis Haßberge den
Antrag zur Einführung eines Sozialpasses im Landkreis an
den Kreistag eingereicht und der zuständige Ausschuss
für Arbeit, Bildung und Soziales beauftragte die
Sozialhilfeverwaltung, gemeinsam mit den
Wohlfahrtsverbänden über die Einführung eines solchen
Passes zu verhandeln.
Durch die bundesweit signifikant zunehmende Zahl von
Bluttests in Großbetrieben sollte auch in der Region
Main-Rhön besonderes Augenmerk auf diese Problematik
gerichtet werden. Die in den letzten Jahren an
Häufigkeit und Komplexität zunehmenden Bluttests sind
ein Merkmal der Kontrollwut einiger Unternehmen,
zugleich aber auch Spiegelbild des Überwachungswahns im
öffentlichen Raum. Für einen Personalchef gab und gibt
es mannigfaltige Möglichkeiten herauszufinden, ob ein
Bewerber für eine Stelle geeignet ist. Dafür stehen der
Lebenslauf, die Zeugnisse des Kandidaten zur Verfügung.
Das scheint aber so manchem Personaler nicht mehr
auszureichen.